Sturm Xynthia
von Torben Wietjes
Sonntag den 28.2.10 fegte Strum Xynthia über Deutschland und Frankreich.Am schlimmsten war west deutschland betroffen.Mindestens Sieben tote soll es geben und zahlreiche Dächer wurden in Köln von den Strum Xynthia Zerstört worden.
Das große Aufräumen nach Xynthia
Durch das Orkantief Xynthia sind gestern und heute in Deutschland mindestens sieben Menschen getötet worden. Die meisten von ihnen wurden von umknickenden Bäumen erschlagen. Zahlreiche Personen wurden verletzt. Polizei und Feuerwehren rückten gestern und in der Nacht zu tausenden Einsätzen aus. Am schlimmsten war die Lage im Hochsauerlandkreis und im Kreis Siegen-Wittgenstein. Dort und in den anderen Sturmregionen mussten kubikmeterweise Holz, demolierte Autos, herausgerissene Verkehrsschilder und herabgestürzte Ziegel weggeschafft werden.
Hunderte Arbeiter räumten auch herabgefallene Bäume und Äste von den Bahnschienen. Seit dem Morgen normalisiert sich der Verkehr. Ein Bahn-Sprecher sagte, Fernzüge führen wieder nach Plan. Nur vereinzelt sei mit Verspätungen zu rechnen. Beeinträchtigungen gibt es nach wie vor im Regionalverkehr, vor allem in Hessen und Nordrhein-Westfalen muss noch mit Zugausfällen gerechnet werden. Teilweise seien Streckenabschnitte noch gesperrt.
Für die ICE-Hochgeschwindigkeitszüge, die sonst mit Tempo 200 und mehr über die Gleise rauschen, galt in der Sturmnacht ein Tempolimit von 160 Kilometern pro Stunde. Der wichtigste deutsche Bahnknoten, der Frankfurter Hauptbahnhof, konnte zwischenzeitlich nicht bedient werden. Im Kölner Hauptbahnhof stellte die Bahn einen beheizten Zug bereit, in dem Reisende sich über Nacht aufhalten konnten.
Bahn verteidigt Verkehrsstopp
Die Bahn verteidigte ihre Entscheidung, den Zugverkehr in mehreren Bundesländern einzustellen, darunter Nordrhein-Westfalen und das Saarland. Dies habe sich als richtig und weitblickend erwiesen erklärte das Unternehmen. Tausende Reisende hatten in Bahnhöfen festgesessen. Dort könnten Reisende besser betreut werden als bei einem plötzlichen Stopp auf freier Strecke, erklärte ein Bahnsprecher.
Auch am Frankfurter Flughafen entspannte sich die Situation. Ein Sprecher sagte, am Montagmorgen habe es nur noch einige Verspätungen von bis zu 30 Minuten gegeben. Zudem sei der Fernbahnhof des Flughafens gegen 4.30 Uhr wieder geöffnet worden. Wegen des Unwetters waren am Sonntag rund 240 Flüge ausgefallen.
Hilfe aus EU-Solidaritätsfonds möglich
In Brüssel erklärte EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso, die EU-Kommission werde Hilfe für die am meisten betroffenen Länder prüfen. Er bekundete seine Anteilnahme und seine Solidarität mit den Opfern. EU-Parlamentspräsident Jerzy Buzek erklärte, es seien Zahlungen aus dem EU-Solidaritätsfonds möglich, mit denen ein Teil der Wiederaufbaumaßnahmen finanziert werden könnte.